Apokryphen

Protoevangelium des Jakobus: 21,1–22,1

21,1
Und siehe, Joseph schickte sich an, nach Judäa hinauszuziehen. Und eine große Erregung entstand in Betlehem in Judäa. Es kamen nämlich Magier, die sagten: Wo ist der neu geborene König der Juden? Denn wir haben seinen Stern im Osten gesehen und sind gekommen, ihn anzubeten.
(Mt 2,1f.)

21,2
Als Herodes das hörte, erschrak er und sandte Diener zu den Magiern und ließ die Hohenpriester kommen und fragte sie aus: Wie steht über den Messias geschrieben? Wo wird er geboren? Sie sprachen zu ihm: In Betlehem in Judäa; so steht es nämlich geschrieben (Matthäus 2,4f.). Da entließ er sie. Und er fragte die Magier aus und sprach zu ihnen: Was für ein Zeichen habt ihr über dem neugeborenen König gesehen? Und die Magier sprachen: Wir haben gesehen, wie ein unbeschreiblich großer Stern unter diesen Sternen schien und die anderen verdunkelte, so dass sie nicht mehr schienen; und so erkannten wir, dass für Israel ein König geboren wurde. Und wir sind gekommen, ihn anzubeten. Da sprach Herodes: Gehet und suchet, und wenn ihr ihn gefunden habt, berichtet mir, damit ich auch hingehe, um ihn anzubeten.
(Matthäus 2, 8)

21,3
Und die Magier gingen fort. Und siehe, der Stern, den sie im Osten gesehen hatten, zog vor ihnen her, bis sie zur Höhle kamen. Und er blieb zu Häupten der Höhle stehen (Matthäus 2,9). Und die Magier sahen das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und sie holten Geschenke aus ihrer Reisetasche: Gold, Weihrauch und Myrrhe.
(Matthäus 2,11)

21,4
Und da ihnen von dem Engel offenbart war, sie sollten nicht nach Judäa gehen, zogen sie auf einem anderen Weg in ihr Land.
(Matthäus 2,12)

22,1
Als aber Herodes erkannte, dass er von den Magiern hintergangen worden war, geriet er in Zorn und schickte seine Mörder und befahl ihnen, alle Kinder von zwei Jahren und darunter zu töten.
(Matthäus 2,16)

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